Seit dem 1. April 2023 gilt in den Niederlanden ein Dosenpfand. Dieser Artikel gibt den Stand von März 2023 wieder.
2 Mrz 2023
Tijn
Bierbaas
Pfand seit dem 1. April auch auf Dosen
Dosenbier, das du in den Niederlanden kaufst, solltest du nicht wegwerfen, sondern zusammen mit deinen Pfandflaschen zurückgeben. Denn seit dem 1. April 2023 gibt es dort auch auf Dosen ein Pfand. Das gilt für alle Getränkeverpackungen aus Metall mit einem Fassungsvermögen von 3 Litern oder weniger, also natürlich auch für all die coolen Dosen, die wir im Laden haben.
Mit dem Dosenpfand hat sich einiges geändert. Du zahlst zum Beispiel 15 Cent Pfand pro Dose. Natürlich bekommst du das später zurück, wenn du die Dosen zurückgibst. Auch das Aussehen der Dosen hat sich ein wenig geändert. Sie tragen ein Logo, damit du erkennen kannst, ob es sich um eine Pfanddose handelt. Auch der Strichcode ist etwas anders, was dir kaum auffällt, aber die Automaten an den Rückgabestellen funktionieren ohne ihn nicht.
Verschiedene Rückgabestellen für die Dosen
Es gibt also Rückgabestellen für Dosen. Das sind im Grunde die gleichen Automaten, die du schon aus den Supermärkten kennst, an denen du deine Plastikflaschen und Bierflaschen abgibst. Es gibt zwei Arten von Rücknahmestellen, an denen du deine Pfanddosen immer zurückgeben kannst, wenn du Geld dafür haben möchtest. Dabei handelt es sich um Supermärkte mit einer Mindestfläche von 200 Quadratmetern und um Tankstellen in der Nähe von Autobahnen. Es gibt auch andere Rückgabestellen, aber dort bekommst du möglicherweise kein Geld zurück. Das liegt daran, dass sich auch andere Geschäfte als Rückgabestellen eintragen können. Diese Geschäfte können sich auch dafür entscheiden, das Pfand nicht an dich auszuzahlen, sondern es für wohltätige Zwecke zu spenden.
Worauf solltest du bei Dosen achten?
Bevor du mit Tüten voller Dosen zur nächsten Rücknahmestelle rennst, solltest du ein paar Dinge beachten. Wie bereits erwähnt, erkennst du die Dosen an dem richtigen Logo. Wenn du dieses Logo siehst, sollte der entsprechende EAN-Code die neue Variante sein, so dass du die Dosen tatsächlich zurückgeben kannst. Die Brauereien und Importeure sind dafür verantwortlich, dass der richtige Code auf den Dosen steht. Es war daher wahrscheinlich, dass alle importierten Dosen ein neues Etikett bekamen, wenn sie beim niederländischen Lieferanten eintrafen. Damit die Dosen abgegeben werden können, dürfen sie auch nicht verbeult sein. Sicherlich hast du schon einmal erlebt, dass eine Plastikflasche von der Maschine nicht erkannt wurde, weil sie eine Delle hatte. Bei Flaschen lässt sich das oft durch Lösen des Verschlusses beheben, aber bei Dosen ist es schwieriger, die richtige Form wiederherzustellen. Man muss also sehr vorsichtig mit den Dosen sein, wenn man das Bier ausgetrunken hat. Auf dem Bild unten siehst du auf einen Blick, welche Anforderungen die Dosen erfüllen müssen, um zurückgegeben werden zu können.
Erfolg im Ausland
Dass das Dosenpfand ein großer Erfolg sein kann, zeigen zum Beispiel die skandinavischen Länder. In Norwegen zum Beispiel wird seit Jahren ein Dosenpfand erhoben, und seit 2013 werden bereits so viele Verpackungen zurückgegeben, dass für diese Dosen keine Umweltabgabe mehr gezahlt werden muss. Norwegen arbeitet sogar mit zwei Abgaben, einer Grundabgabe und dieser Umweltabgabe. Wegen dieser Umweltabgabe müssen Unternehmen, die nicht an Norwegian Infinitum (die norwegische Pfandgesellschaft) angeschlossen sind, ein teureres Produkt verkaufen, weshalb viele norwegische Unternehmen nicht mehr auf ein Pfandsystem verzichten wollen. Nicht nur für die Unternehmen ist das System dort ein Erfolg. Etwa 95 % aller Pfandprodukte werden zurückgegeben, so dass auch viel weniger Abfall auf der Straße landet. In Deutschland werden sogar rund 96 % in die Pfandautomaten zurückgegeben. Wenn man sieht, dass in Norwegen, einem Land mit 5 Millionen Einwohnern, im Jahr 2016 mehr als eine Milliarde Verpackungen zurückgegeben wurden, kann man sich ausrechnen, wie viele das in den Niederlanden sind.
Viel weniger Abfall durch Pfand
Mit dem eingeführten Pfandsystem für kleine Flaschen können wir bereits eine ähnliche Situation beobachten. So wurden kleine Flaschen etwa 70 Prozent seltener im Abfall gefunden. Die Regierung hatte auf 90 Prozent gehofft, es gibt also noch einiges zu tun. Dosen wurden seither dagegen um 10 Prozent häufiger im Abfall gefunden. Die Hoffnung war, dass die Gesamtmenge des Mülls nach dem 1. April deutlich abnimmt. Damals wurde außerdem vorgeschlagen, auch beschädigte Produkte anzunehmen oder für alle kleinen Flaschen ein Pfand zu erheben, damit es interessanter wird, den Müll von der Straße aufzusammeln.
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Lina
11/08/2026
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