Mein erster Brauereibesuch
Für meinen allerersten Brauereibesuch geht es nach Südbelgien, zur Brasserie Dubuisson: ein Bauernhof aus dem 18. Jahrhundert, eine Brauerei, die älter ist als das Königreich Belgien. Dubuisson ist als Brauer von Cuvée des Trolls, Surfine und Bush bekannt. Besonders die Bush-Biere erregten meine Aufmerksamkeit, vor allem weil ich wusste, dass es irgendwo in dieser Brauerei einen Keller voller Eichenfässer geben muss, in denen Bush Blonde,
Bush Amber und Bush Prestige lagern. Diese köstlichen Biere, alle schön vollmundig im Geschmack und mit hohem Alkoholgehalt, werden hier in Burgunderfässern gereift, um das ultimative Zusammenspiel von Bier, Holz und burgundischen Noten zu schaffen. Damit kann man die Brasserie Dubuisson definitiv als Vorreiterin des Barrel-Aged-Hypes bezeichnen!
Älteste Brauerei Walloniens
Von den Kellern aus gehen wir durch den Hof des alten Bauernhauses in Richtung der alten Brauerei. In diesem Raum begann Joseph Leroy 1769 mit dem Brauen. Damit ist die Brasserie Dubuisson die älteste Brauerei in Wallonien. Der Raum atmet Handwerk und vermittelt einen guten Eindruck von dem kleinen Maßstab und der Handwerkskunst, mit der die Familie Dubuisson bis 2013 ihre Biere gebraut hat. Überwältigt von der Schönheit der Keller und der alten Brauerei, setzen wir unseren Rundgang durch die brandneue, hochmoderne Brauerei fort, mit der sich Dubuisson für eine florierende Zukunft gerüstet hat. Die noch im Bau befindliche Abfüllanlage zeigt, dass die Brasserie Dubuisson große Pläne für die Zukunft hat!
Lust auf mehr …
Ein toller Besuch, der auf jeden Fall nach einer Wiederholung verlangt – 2019 feierte die Brasserie Dubuisson ihr 250-jähriges Bestehen. Anlässlich dieses Jubiläums hat Hugues Dubuisson beschlossen, das verlassene Schloss auf der anderen Straßenseite zu kaufen und es in ein neues Besucherzentrum mit Verkostungsraum umzuwandeln. Zum Schluss noch eine schöne Anekdote: Man erzählt sich, dass die alten Braukessel der Brasserie Dubuisson während des Ersten Weltkriegs zerschnitten und in den Schlossteich geworfen wurden – alles, um zu verhindern, dass daraus Munition gemacht würde. Mister Hop wird beim nächsten Mal seine Taucherbrille mitbringen!